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Die fünf wichtigsten Tipps für neu ernannte CIOs

Berlin, den 22. November 2013

Ein Interview mit Professor Joe Peppard von der ESMT European School of Management and Technology in Berlin über die fünf Dinge, die CIOs in den ersten Wochen in der neuen Position tun sollten, um Erfolg zu haben.

Joe Peppard

Neue Forschungsergebnisse über die Rolle des Chief Information Officer (CIO) zeigen, welche Strategien beim Jobantritt sinnvoll sind. Welche Tipps können Sie geben?

1. Seien Sie auf Überraschungen gefasst, auch nach sorgfältiger Vorbereitung.

Nichts geht darüber, den Arbeitsalltag tatsächlich zu erleben. Sie dürfen nicht vergessen, dass Sie alle bisherigen Informationen als potentieller CIO erhalten haben, den man für das Unternehmen gewinnen wollte.

2. Nutzen Sie die ersten 90 Tage, um das Unternehmen kennenzulernen.

IT-Probleme diagnostizieren und Ihr Führungsteam beurteilen sind nur die ersten Schritte. Wichtig ist, das politische Umfeld, die Unternehmenskultur und -strategie und die Machtverhältnisse im Unternehmen zu verstehen.

3. Entwickeln Sie neue Vorgehensweisen.

Sie können vielleicht bereits erprobte Strategien nicht anwenden. Erfolgreich sind Übergänge dann, wenn ‘das Richtige auf die richtige Art getan wird‘. Sie müssen die Kultur des Unternehmens und seine Fähigkeit zur Veränderung verstehen, und Ihre Strategie danach ausrichten.

4. Bauen Sie eine gemeinsame Vision für Funktion und Beitrag der IT auf.

Vorausschauend denken, anderen spannende Möglichkeiten zu zeigen und sie mit einer gemeinsamen Zukunftsvision mitzunehmen sind Eigenschaften, die Führungspersönlichkeiten auszeichnen.

5. Entwickeln Sie Verständnis für IT auf Vorstandsebene, indem sie überzeugenden Mehrwert liefern.

Es ist wichtig, realistische Erwartungen zu entwickeln und Ergebnisse überprüfbar zu machen. Denken Sie daran, dass die meisten Ihrer Kollegen auf Vorstandsebene sich nicht für IT zuständig fühlen.

Wie bewerten Sie die Rolle des CIO?

Angesichts des zerstörerischen Potentials von Technologie ist der CIO heute vielleicht wichtiger als jemals zuvor. Trotzdem wird er nach wie vor oft als das ‘Schwarze Schaf‘ der Vorstandsebene gesehen. Oft war der CIO ein ‘Techie‘, der sich lieber mit den technischen Aspekten von IT-Systemen als mit der Geschäftsstrategie beschäftigt hat. Das muss sich ändern. Im Zeitalter der ‘Big Data‘ ist die strategische Wichtigkeit von Informationen offensichtlich. Trotzdem ist die digitale Alphabetisierung in den Vorstandsetagen immer noch zu niedrig. Es ist daher die Aufgabe des CIO, mit Kollegen auf Vorstandsebene zusammenzuarbeiten und sicherzustellen, dass das Unternehmen Informationen bestmöglich nutzt.